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Hallo liebe Leser und die, die es werden wollen!

Wir sind das Projekt 'Zeitungsjournalismus CAU 2013' und möchten euch neben einer Printausgabe der 'CAUsaal' mit diesem Newsblog beglücken, informieren und unterhalten.

Was steckt eigentlich hinter 'BIO'? Wann passiert mal etwas beim Sophienhofumbau? Was haben Nestle und Mars gemeinsam?
Antworten, Kommentare und Berichte zu diesen und weiteren Themen findet ihr in unseren Ressorts.

Also: Kommentiert bis euch die Finger bluten und lasst uns lesen, was euch ge- oder missfallen hat!

Liebe Grüße,

euer hart arbeitendes 'CAUsaal'-Team


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Samstag, 22. Juni 2013

Proteste gegen die neue Abseitsregel



Was darf Satire? Alles! (Kurt Tucholsky)

Am Rande des Confed-Cups in Brasilien kam es zu massiven Protesten gegen die neue Abseitsregel des Weltfußballverbandes. Doch FIFA-Boss Blatter bleibt hart.
Die Ankündigung der FIFA, die Abseitsregel zu modifizieren, trieb hunderttausende Menschen in Brasilien auf die Straßen um massiv dagegen zu protestieren. Nun hat  sich Verbands Präsident Joseph Blatter erstmals zu den Ausschreitungen zu Wort gemeldet. Gegenüber dem Sender TV Globo erklärte Blatter, dass er zwar durchaus nachvollziehen könne, dass die Menschen nicht glücklich seien, aber sie sollten den Fußball nicht für ihre Zwecke ausnutzen. Dieses Privileg stehe ausschließlich der FIFA zu. Er will sich unter keinen Umständen von seiner Linie abbringen lassen: "Auch wenn ganz Brasilien auf die Straße geht und Krawall macht: Die geplante Änderung der Abseitsregel bleibt bestehen!" Für ihn ist die ganze Aufregung sowieso nicht nachvollziehbar, denn trotz der Vereinfachung des Regelwerks ist Blatter sich sicher, dass es auch weiterhin für Frauen unmöglich sein wird eine Abseitssituation zu erkennen. Der Unmut des Präsidenten geht sogar soweit, dass er den Brasilianern damit droht, die WM im nächsten Jahr in die Türkei zu verlegen. Im Gegensatz zu den Brasilianern feiern die Türken seit Wochen die Einführung der neuen Abseitsregel euphorisch mit Transparenten und Tränengas.(dd)



Die neue Torlinientechnik



Tor oder nicht Tor ? Das ist im Fußball oftmals eine knifflige Frage. Deshalb setzt der Weltfußballverband FIFA beim Confederations-Cup in Brasilien zum ersten Mal die neue Torlinientechnik ein. Sie soll den Schiedsrichtern künftig die Entscheidung erleichtern, ob der Ball hinter der Linie war oder nicht. Den Zuschlag für die Lieferung der neuen Technologie erhielt dabei ein Unternehmen aus Deutschland.

Mit dem Beginn  des Confederations Cups in Brasilien, wird erstmals die neue Torlinientechnologie getestet. Künftig soll  Schluss sein mit umstrittenen Entscheidungen wie 1966 in Wembley,  als die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im Finale einen Treffer von Geoffrey Hurst zum 3:2 für England hinnehmen musste, der nur ein Lattenschuss war, oder wie mit dem nicht anerkannten Treffern in Bloemfontein, als die Engländer im WM-Viertelfinale 2010 gegen die Deutschen ein Tor durch Lampard zum vermeintlichen 2:2 erzielten, bei dem der Ball von der Innenseite der Latte abprallte und hinter der Torlinie aufsprang, den aber der Schiedsrichter nicht anerkannte, obwohl der Treffer für jeden anderen Stadionbesucher klar ersichtlich war.

Die neue Technologie, die diese Diskussionen künftig unterbinden soll, heißt Goalcontrol. Sie wurde von einer kleinen Firma in Aachen entwickelt. Das System basiert auf 14 Hochgeschwindigkeitskameras, die unter dem Stadiondach befestigt auf die beiden Tore ausgerichtet werden. Anhand der aufgenommenen Daten errechnen Computer die exakte Position des Balls auf dem Platz. Überquert er die Torlinie, erhält der Schiedsrichter ein Signal auf eine spezielle Armbanduhr. Auch wenn sich der Ball für die Kameras verdeckt hinter den Spielern befindet, soll die Technik in der Lage sein die Position des Balles genau zu bestimmen. Die Genauigkeit des Systems wird auf fünf Millimeter beziffert. Ein großer Vorteil von Goalcontrol ist, dass die bisherigen Bälle und Tore weiter verwendet werden könnten und nicht wie bei anderen Systemen kostspielig umgerüstet werden müssten. Die Kosten für die Torlinientechnik belaufen sich auf 200.000 bis 250.000 Euro pro Stadion. Für den Confed-Cup wurden sechs Stadien damit ausgestattet. Bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr würden dann sechs weitere hinzukommen.

Eine ähnliche Torlinientechnologie die nach dem gleichen Prinzip funktioniert stellt das Hawk-Eye-System von Sony da. Es kommt auch schon in anderen Sportarten wie zum Beispiel Tennis und Cricket zum Einsatz und hat sich dort seit längerer Zeit bewährt. Aus diesem Grund haben sich die Vertreter der Englische Premier League auch dazu entschlossen, als erste europäische Fußballliga die Technik einzuführen. Ab kommender Saison werden die Schiedsrichter in England dann von den Kameras in ihrer Entscheidungsfindung unterstützt. Die Bundesliga hingegen hat noch nicht über den Einsatz der Technik entschieden und auch in den europäischen Pokalwettbewerben wird weiter auf die Torlinienrichter gesetzt. (dd)





Freitag, 21. Juni 2013

Spanien feiert Kantersieg



Spanien gewinnt auch sein zweites Spiel beim Confederations Cup in Brasilien. Mit einem klaren 10:0 (4:0) schoss der Welt- und Europameister Tahiti aus dem Stadion und ist somit vorzeitig für das Halbfinale qualifiziert.

Mit einer B-Mannschaft gelang den Spaniern im mit 70.806 Zuschauern ausverkauften Maracana-Stadion in Rio de Janeiro ein historischer Erfolg. Mit dem Kantersieg überboten die Spanier das bisherige Confed-Cup-Rekordresultat der Brasilianer, die 1997 Saudi-Arabien mit 8:2 geschlagen hatten. 

Bis auf Abwehrspieler Sergio Ramos hatte Spaniens Trainer Vicente Del Bosque seine gegen Uruguay siegreiche Mannschaft für das Duell gegen den 138. der FIFA-Weltrangliste komplett ausgetauscht. Trotzdem stellte die Partie für den Weltmeister kaum mehr als eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen dar.  Bereits in der 5. Minute erzielte Fernando Torres nach gutem Zuspiel von Mata das 1:0. Trotzdem schlugen sich die Insulaner aus dem Pazifik wacker und verkauften sich gerade in der ersten halben Stunde teuer. Danach begann der Weltmeister allerdings ernst zu machen. Binnen 120 Sekunden erhöhten Silva (31.) und abermals Torres (33.) auf 3:0. Villa hatte Momente später die Chance das Ergebnis weiter hochzuschrauben, traf mit seinem Schuss allerdings nur das Außennetz. In der 39. Min machte es der Stürmer vom FC Barcelona dann besser, als er den Ball zur 4:0 Pausenführung am tahitianischen Keeper vorbeispitzelte. Nach dem Wiederanpfiff machte Villa direkt weiter, wo er aufgehört hatte. Nach einer Hereingabe von Monreal tunnelte der Iberer Torwart Roche (49.)  und schob zum 5:0 ein. Der zur Halbzeit eingewechselte Jesus Navas belebte die rechte Seite spürbar. In der 57. Minute setzte der schnelle Flügelflitzer sich gekonnt durch und legte im Strafraum auf Torres ab, der seinen dritten Treffer erzielte. Nur wenige Sekunden später, hätte das gleiche Schema fast zum 7:0 geführt, allerdings war Navas Rücklage auf den heraneilenden Silva diesmal zu ungenau. Doch die nächsten Treffer sollten nicht lange auf sich warten lassen. Villa erzielte nach einem  Fehler des Keepers wie zuvor Torres sein drittes Tor (64.) und auch Mata konnte sich nach Zusammenspiel mit Silva ebenfalls in die Torschützenliste eintragen (66.). In der Folge ließen es die Europäer dann doch etwas ruhiger angehen. In der 78. Minute verschoss Torres sogar einen Handelfmeter, um dann trotzdem eine Sekunden später Roche zu umkurven und zum 9:0 einzuschieben. Tahiti hatte in den letzten zehn Minuten noch ein Ziel vor Augen. Der Spielstand sollte nicht zweistellig werden. Die Insulaner kämpften tapfer und waren durch überragende Abwehraktionen von Jonathan Tehau und Torwart Roche ihrem Ziel ganz nah, doch Silva war dann doch noch den Spielverderber und erzielte in der 89. Minute den 10:0 Endstand.

Für Spanien steht damit der Einzug ins Halbfinale fest. Am Sonntag geht es im letzten Gruppenspiel für den Welt- und Europameister im Duell gegen Nigeria noch um den Gruppensieg in Gruppe B. Tahiti hat dagegen im Spiel gegen Uruguay nur noch theoretische Chancen das Halbfinale zu erreichen. (dd)

Alles wird neu



Regeländerung der FIFA

Der Weltfußballverband FIFA hat eine Regeländerung des passiven Abseits beschlossen. Sie soll künftig mehr Klarheit bringen und die Entscheidungen für Schiedsrichter einfacher machen.

Eigentlich ist die Regel elf des Fifa-Gesetzbuches unmissverständlich formuliert: „Ein Spieler befindet sich in einer Abseitssituation, wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler.“  So sollte es jedem, der schon einmal Fußball gespielt hat, oder sich damit auseinandergesetzt hat, klar sein, wann ein Spieler im Abseits steht. 

Dennoch: Kaum eine Regel im Fußball wird von Spielern, Trainern und Fans schärfer kritisiert. Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter im Stadion oder zuhause vorm Fernseher mehr, als das Thema Abseits. Aus diesem Grund soll nun das Abseits vereinfacht werden. Genauer gesagt soll das passive Abseits, das bisher den größten Zündstoff lieferte, weitgehend abgeschafft werden. Ein Spieler  stand bisher im passiven Abseits, wenn er aus seiner Abseitsposition heraus weder in das Spielgeschehen eingreift, noch einen Gegenspieler beeinflusst oder behindert oder aus seiner Abseitsstellung keinen Vorteil bezieht. Kommt der Stürmer im passiven Abseits allerdings zufällig an den Ball, zum Beispiel durch einen Fehlpass des gegnerischen Verteidigers, darf er aktiv ins Spiel eingreifen und versuchen ein Tor zu erzielen. Das soll nun nicht mehr möglich sein. Schiedsrichter sind zukünftig auch dann angehalten auf Abseits zu entscheiden, wenn ein im Abseits stehender Spieler durch eine kontrollierte Abwehraktion, wie zum Beispiel ein Fehlpass  des Gegners, in die Spielsituation eingreift. Lediglich wenn der Abwehrspieler sich bereits wieder klar im Aufbauspiel befindet und ihm dann ein Fehlpass zum im passiven Abseits stehenden Stürmer unterläuft, soll der Schiedsrichter weiterlaufen lassen.

Somit liegt die Entscheidung  zukünftig immer noch beim Schiedsrichter, ob ein Ball kontrolliert oder unkontrolliert zu dem im passiven Abseits stehenden Spieler gelangt ist. (dd)

Freitag, 14. Juni 2013

Versöhnlicher Abschluss einer enttäuschenden EM

Die deutsche U-21 Fußballnationalmannschaft der Männer gewinnt ihr letztes Gruppenspiel bei der EM in Israel gegen Russland mit 2:1 (1:1). Die bereits vor dem Spiel ausgeschiedenen Deutschen finden somit doch noch ein versöhnliches Ende des Turniers und beenden die Vorrunde als Dritter.
Nach den Niederlagen gegen die Niederlande und Spanien hatte die DFB-Elf schon vor der Partie keine Chance mehr auf das Erreichen des Halbfinals.

Patrick Herrmann (34.) und Sebastian Rudy (69.) verhinderten mit ihren Toren ein historisches Desaster. Nie zuvor war eine DFB-Auswahl ohne Punktgewinn bei einer U-21 EM ausgeschieden.
Gleich auf drei Positionen veränderte Trainer Rainer Adrion die Startelf gegenüber den ersten beiden Gruppenspielen. In der Innenverteidigung kamen Lasse Sobiech und Shkodran Mustafi zum Einsatz und für den zuvor unglücklich agierenden Leno stand Oliver Baumann zwischen den Pfosten. In der Offensive vertraute Adrion den gleichen Leuten wie gegen Spanien. Insgesamt gaben sieben Spieler in diesem Spiel ihre Abschiedsvorstellung in der U-21.
Diesen Abschied wollten die DFB-Spieler auf jeden Fall erfolgreich gestalten. Bereits nach acht Minuten hatten die Deutschen ihre erste gute Chance durch Kevin Volland. Dieser zielte aber zu ungenau und der russische Torhüter Alexander Filzow konnte locker parieren. Auch Herrmanns Schuss fünf Minuten später konnte er per Fußabwehr klären.
Die deutsche Mannschaft hatte das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt fest im Griff, nur das Tor fehlte. Dies machten dann die Russen mit ihrem ersten nennenswerten Angriff. Die deutsche Verteidigung bekam nach zwei Klärungsversuchen den Ball nicht hinten raus und Dsagojew schloss aus elf Metern sicher ab (22.). In der Folge steckte das DFB-Team aber nicht auf. Volland setzte sich auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und bediente den in der Mitte lauernden Herrmann punktgenau, der aus kurzer Entfernung sicher einschob (34.).
Die unkonzentrierten Russen dezimierten sich noch vor der Pause selbst, nach einem überharten Einsteigen gegen Jantscke sah Shchennikov eine völlig vertretbare Rote Karte (39.).
Die 2. Halbzeit begann ruhig. Die beidem Teams neutralisierten sich über lange Zeit, so dass kein Team zu zwingenden Torchancen kommen konnte. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe der Russe Bibilov einen Distanzschuss knapp über Baumanns Tor setzte. Beim direkten Gegenzug stellte sich Burlak etwas unglücklich an, als er Herrmann am Trikot zog und auch noch am Fuß traf. Den anschließenden Elfmeter verwandelte der zur Halbzeit für Kapitän Holtby eingewechselte Rudy sicher zur ersten deutschen Führung in diesem Turnier (68.).
Mit zunehmender Spieldauer, machte sich der größere Kräfteverschleiß durch die Unterzahl bei den Russen immer mehr bemerkbar. Die Deutschen hatten durch zahlreiche Konterchancen noch die Möglichkeit auf 3:1 zu erhöhen, ließen diese aber allesamt liegen.
Am Ende fuhr die deutsche Mannschaft einen ungefährdeten 2:1 Sieg ein.


Somit kann die DFB-Auswahl trotzdem noch erhobenen Hauptes aus Israel abreisen.  (dd)

Samstag, 8. Juni 2013

100m Sprint in Rom: Usain Bolt langsamer als Justin Gatlin



Zum Auftakt seiner Europa Tournee unterlag der jamaikanische Sprintstar Usain Bolt dem amerikanischen Athleten Justin Gatlin bei dem 5. Diamond-League-Treffen der Saison in Rom. Dies war Bolts erste Niederlage in einem internationalen Rennen, seitdem er sich 2010 in Stockholm nur Tyson Gay geschlagen geben musste.

Bei der sogenannten Golden Gala, die im Rahmen der Diamond-League jährlich im römischen Olympiastadion ausgetragen wird, reichte die Zeit von Bolt (9,95 Sekunden) nur für den zweiten Platz. Dies entspricht nicht den Ansprüchen des Superstars, der jüngst einen erneuten dreifach Triumph bei der Leichtathletik-WM im August in Moskau als sein erklärtes Ziel ausgegeben hat. 

Eine hundertstel Sekunde schneller als der sechsmalige Olympiasieger war der US-Amerikaner Justin Gatlin, der nach seinem Gold von Athen 2004 des Dopings überführt wurde und bis zum August 2010 vom Leichtathletikverband gesperrt wurde. Nun blickt der 31-Jährige nach seinem knappen Sieg optimistisch in die Zukunft und will seinen ärgsten Konkurrenten auch in Moskau hinter sich lassen. (bt)